Neue und doch alte Forderungen beim Synodalen Weg – Die rückwärtsgewandte Agenda der Feministinnen

Bild: Bernd Marczak Berlin auf Pixabay

Der nächste Akt im Synodalen Weg steht uns bevor: Am heutigen Freitag (4. September) finden in Berlin, Dortmund, Frankfurt Main, Ludwigshafen und München Regionalkonferenzen statt.

Der Berliner Verband des KDFB hat sich rechtzeitig mit einem Positionspapier zu Wort gemeldet, natürlich mit den üblichen Schlagworten „geschlechtergerechte Kirche“, „gleichberechtigte Teilhabe“, das übliche Gerede, mit dem man uns nun schon seit Monaten, nein, eigentlich seit Jahrzehnten langweilt.

Neu – und auch wieder nicht – fordert die Berliner Laientruppe unter ihrer Vorsitzenden Barbara John (übrigens CDU-Mitglied) nun für die katholischen Beratungsstellen des Erzbistums die Wiedereinführung des Beratungsscheines in der Schwangerenkonfliktberatung, die Lizenz zum Töten. Die lange Diskussion darüber, dass die Kirche keinen Beratungsschein ausstellen kann, weil dieser die Voraussetzung für die straffreie Abtreibung – die Tötung eines Kindes – ist, hat vor rund 20 Jahren stattgefunden, ist also längst vorbei. Doch auch hier wollen die Feministinnen gerne von vorne diskutieren. Das verwundert nicht wirklich, ist doch die Präsidentin des KDFB, CDU-MdB Maria Flachsbarth, auch noch „Champion“ für die Planned-Parenthood-Abtreibungsinitiative „She Decides.“, die freien und ungehinderten Zugang zu Abtreibung fordert unter dem Deckmantel des Begriffes der „reproduktiven und sexuellen Rechte“ von Frauen. Eine Reaktion seitens der Kirche auf das Engagement der KDFB-Präsidentin, für die eine Abtreibung „ein letzter schrecklicher Ausweg“ sein kann, in einer Pro-Abtreibungs-Initiative ist bislang übrigens nicht erfolgt.

Meine vor Monaten angesichts der ewiggestrigen Protagonistinnen beim Synodalen Weg  getroffene Prognose, dass es nicht bei der Sexualmoral bleiben und man uns auch eine neue Diskussion über Abtreibung aufzwingen würde, ist eingetreten. Und eine Fortsetzung ist zumindest zu befürchten, denn es gibt es ja noch die Leihmutterschaft, den Familienbegriff etc. Mit Frauen wie SPD-Kortmann und CDU-Flachsbarth und John im Boot beim Synodalen Weg kann man das gar nicht anders erwarten.

Mit dem ganzen anderen kalten Kaffee zusammen, mit dem diese scheinbar in den 70ern steckengebliebenen Kampfemanzen daherkommen, entpuppen sie sich immer mehr als das, was sie sind: Nicht katholisch!

Spätestens jetzt müssten auch beim gutmeinendsten Bischof die Sturmglocken läuten. Wer jetzt immer noch denkt, diese Frauen fühlten sich lediglich benachteiligt oder sind einfach nur verirrt, ist bestenfalls naiv. Diese Frauen-Initiativen haben eine ganz klare Agenda.

Lässt man sie weiter gewähren, wird es unweigerlich zur Gretchenfrage auch für die Bischöfe kommen, welche die Feministinnengruppen unterstützen: Wie hältst Du’s eigentlich mit dem katholischen Glauben und der Kirche? Und auch den Frauen in den entsprechenden Verbänden ist anzuraten, einmal in Ruhe darüber nachzudenken, ob sie diesen Weg mit ihren Beiträgen finanzieren und mitgehen möchten.

Zunächst aber zeigt sich wieder eines: Schluss mit dem Synodalen Weg! Und zwar so schnell wie möglich.

Susanne Wenzel



Eine gekürzte Fassung des Beitrages erschien am 2. September 2020 auf kath.net „Diese katholischen Frauen-Initiativen haben eine ganz klare Agenda“

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